Unsere Fachleute an Ihrer Seite

Wenn wir im Außendienst tätig werden

Unsere Expert:innen im Außendienst

Aus Erfahrung wissen wir, dass es Fälle gibt, in denen Mitglieder über unsere rechtliche Beratung und Vertretung hinaus Unterstützung bei der Klärung ihrer mietrechtlichen Angelegenheit benötigen.

So kann es hilfreich sein, wenn eine fachkundige Person den Zustand ihrer Wohnung in Augenschein nimmt, ein Aufmaß vornimmt oder einfach dabei ist, wenn der Vermieter oder die Vermieterin, vor allem bei der Wohnungsrückgabe, in die Wohnung kommt. Auch die Einsichtnahme von Nebenkosten- oder Mieterhöhungsbelegen am Sitz der Vermieterseite kann manchen Mieter oder manche Mieterin überfordern.

Für solche, aus der Beratung heraus empfohlenen, Anlässe stehen unseren Mitgliedern die Mitarbeiter:innen des Außendienstes zur Verfügung. Die Kosten sind subventioniert, aber nicht voll im Mitgliedsbeitrag enthalten.

Wichtig dabei: Der Einsatz unseres Außendienstes erfolgt grundsätzlich auf Grundlage einer vorherigen rechtlichen Beratung. Mitglieder wenden sich daher zunächst an die Rechtsabteilung; erst wenn der Rechtsberater oder die Rechtsberaterin den Einsatz für sinnvoll erachtet, wird der Außendienst hinzugezogen.

Wir unterscheiden zwei Arten von Außendiensten:

Kaufmännischer Außendienst

Der kaufmännische Außendienst steht ihnen als Beistand und Zeuge zur Seite, etwa bei Besichtigungen. Da kann es ratsam sein, dem Vermieter/Hausverwalter/Makler/ Kaufinteressenten nicht allein gegenüberzustehen. Oft tragen unsere Außendienstmit-arbeiter:innen durch ihre bloße Anwesenheit zu einer entspannten und sachlichen Atmosphäre bei. Grundsätzlich fertigen unsere Außendienstmitarbeiter:innen einen kurzen Besuchsbericht an, mit dem auch die Ergebnisse von Gesprächen protokolliert werden. So beugen sie der Gefahr vor, dass Ihnen später nachteilige Absprachen unterstellt werden.

Bei einfach gelagerten Sachverhalten unterstützen unsere kaufmännischen Außendienstmitarbeiter:innen Mitglieder auch bei der Dokumentation von Mängeln oder dem Zustand ihrer Wohnung. Belegunterlagen werden bei der Vermieterseite eingesehen und digitalisiert.

Unsere kaufmännischen Außendienstmitarbeiter:innen berechnen den Mitgliedern des Mietervereins zu Hamburg für ihre Tätigkeit eine angemessene Aufwandsentschädigung ab 90 Euro.

Technischer Außendienst

Der technische Außendienst ist bei Wohnungsmängeln hilfreich und besteht aus Fachleuten (zum Beispiel Ingenieuren und Handwerksmeistern), die Schäden an Wänden, Fenstern, Fußböden oder Elektrik feststellen, die Ursachen erforschen und Vorschläge zur Beseitigung machen. Auch können Wohnungen vermessen werden.
Unsere technischen Außendienstmitarbeiter:innen sind gehalten, den Mitgliedern des Mietervereins zu Hamburg für ihre Tätigkeit eine angemessene Aufwandsentschädigung ab 190 Euro zu berechnen. Erfordert der Umfang der Aufgabenstellung einen höheren Betrag, wird dies vorab geklärt.

Gut zu wissen

Die Feststellungen des Außendienstes sollen die Arbeit der Rechtsabteilung des Mietervereins unterstützen, zum Beispiel Informationen liefern, die für die rechtliche Beurteilung wichtig sind. So kann ein Bericht über den Zustand der Innendekoration nützlich sein, damit der Berater das Mitglied informieren kann, ob und welche Renovierungsarbeiten beim Auszug noch zu erledigen sind.
Besprechen Sie sich also vor der Beauftragung eines Außendienstmitarbeiters oder einer Außendienstmitarbeiterin mit Ihrem Rechtsberater oder Ihrer Rechsberaterin, ob die Einschaltung des Außendienstes erforderlich ist und klären Sie im Rahmen der Beauftragung die genauen Kosten.

Unsere Außendienst­mitarbeiter

Klaus Sanmann

Klaus Sanmann ist der alte Hase unter den Außendienstmitarbeiten. Seit 2008 kümmert sich der studierte Politologe um Mieterinteressen. Zuvor war er für die Wohnungswirtschaft tätig und betreute 800 Wohnungen in einem sozialen Brennpunkt für die Neue Heimat Gemeinnützige Wohnungs- und Siedlungsgesellschaft. Nach einer berufsbegleitenden Ausbildung zum Immobilienfachwirt arbeitete er bei einer Eisenbahnwohnungsgesellschaft. Dann kam die Anfrage des Mietervereins: „Wir haben uns doch immer so produktiv gestritten, wollen Sie nicht die Seiten wechseln?“ Seitdem ist Sanmann „mit großer Begeisterung“ freiberuflicher Außendienstmitarbeiter. Seine Schwerpunkte: Begleitung bei Wohnungsrückgaben und Besichtigungen, bei Gesprächen mit Vermietern und Rechtsanwälten sowie Belegprüfungen.

Älterer Herr mit schwarz weiß gestreiftem Pullover.

Göran Thilo Saile

„Mein Interesse an dieser Tätigkeit entspringt meiner großen Freude am Umgang mit ganz unterschiedlichen Menschen“, erklärt Göran Thilo Saile sein Engagement für den Mieterverein. Saile wurde 1954 in Freiberg am Neckar geboren. Nach seinem Studium der Betriebswirtschaftslehre war er viele Jahre als selbstständiger Unternehmensberater tätig. Im Januar 2015 begann er seine Arbeit als Außendienstmitarbeiter beim Mieterverein. Auf die Stelle wurde er durch das MieterJournal aufmerksam und bewarb sich daraufhin erfolgreich. Besonders wichtig ist ihm, „dass gerade auf dem angespannten Wohnungsmarkt die Spielregeln eingehalten werden“. Aus diesem Grund setzt er sich dafür ein, Mieter:innen zu unterstützen. Er begleitet sie sowohl bei Wohnungsbesichtigungen als auch bei Übergaben und steht ihnen beratend zur Seite. An einen Fall erinnert er sich besonders gut: „Ein Vermieter war Professor für Holzwirtschaft. Die von ihm beanstandeten Mängel am Parkettboden erschienen ihm erheblich. Im Gespräch konnte ich ihn jedoch davon überzeugen, dass seine fachliche Expertise zu überhöhten Ansprüchen führte. Letztlich wurde die Wohnung ohne Beanstandungen zurückgenommen. Das zeigt: Mit konstruktiver Kommunikation lässt sich viel erreichen.“

Frau mit Brille.

Christina Zeh

Christina Zeh kam über ihr eigenes Engagement zum Mieterverein: Als langjähriges Mitglied und durch ihre aktivistische Arbeit im Hamburger „Recht auf Stadt“-Netzwerk kennt sie die Themen aus erster Hand. Auch der persönliche Kontakt zum Mieterverein besteht seit vielen Jahren. Hauptberuflich ist sie als Geschäftsführerin des Landesfrauenrats Hamburg tätig. Neben kaufmännischem Wissen bringt sie vor allem ihre stadtpolitische Erfahrung in den Außendienst ein. „Mir ist wichtig, Mieter:innen das Selbstvertrauen zu geben, sich gegen unfaire Behandlung zu wehren und für ihre Rechte einzustehen.“ Christina Zeh begleitet Wohnungsübergaben und unterstützt bei Belegeinsichten. Dabei erlebt sie häufig, dass Mieter:innen unter Druck geraten. „Gerade bei Auszügen wird oft versucht, unberechtigte Forderungen durchzusetzen.“ Besonders eindrücklich sind für sie Fälle, in denen Mieter:innen nach fragwürdigen Eigenbedarfskündigungen ausziehen müssen und anschließend noch finanzielle Nachteile befürchten. Im Umgang mit beiden Seiten setzt sie auf Fairness – steht aber klar auf Seiten der Mitglieder. Für sie ist die Arbeit des Mietervereins heute wichtiger denn je: „Viele Vermieter nutzen die angespannte Lage aus. Umso wichtiger ist es, dass sich Mieter:innen organisieren und gemeinsam ihre Rechte durchsetzen.“

Bernd Jürs

Bernd Jürs wurde 1953 im Stadtteil Poppenbüttel geboren. Seit 1987 ist der gelernte Tischler und Kaufmann selbständig. Seit 30 Jahren ist er Mitglied im Mieterverein, für den er seit 2008 im Außendienst tätig und halbes Dutzend Einsätze jährlich hat: „Meistens geht es um die Wohnungsgröße. In 50 Prozent der Fälle ist alles korrekt, aber kürzlich hatte ich eine Wohnung, bei der ein Drittel der Wohnfläche im Vergleich zu der Angabe im Mietvertrag fehlte.“ Der Mieter bekam 16.000 Euro erstattet. Bei Wohnungen ohne rechten Winkel sei das Vermessen haarig, sagt Jührs: „Für ein Architektenhaus habe ich zwölf Stunden gebracht. Da wollte der Eigentümer die Größe überprüfen, um nichts Falsches in den Vertrag zu schreiben.“ Ja, solche Vermieter gibt es auch!“

Hans-Peter Wehlen

Der gelernte Bankkaufmann und ehemalige Bundeswehr-Soldat ist 59 Jahre alt und seit 1995 bei der Landesbausparkasse Hamburg angestellt. Warum Mieterverein? „Ganz einfach. Als langjährige Mitglieder haben wir den Service des Mietervereins mehrfach selbst genutzt und gute Erfahrungen gemacht – sowohl bei der Begleitung durch Außendienstmitarbeiter bei Wohnungsabnahmen als auch bei der gerichtlichen Vertretung.“ Bei den Terminen, die Hans-Peter Wehlen seit seinem Einstig aus Außendienstmitarbeiter im Jahr 2022 wahrgenommen hat, habe er festgestellt, „dass sich Mieterinnen und Mieter von bestimmt auftretenden Vermietern beeindrucken lassen. Schnell sind diese dann geneigt, einen Rückzieher zu machen und dem Vermieter nachzugeben. Da springe ich ein und versuche vermittelnd tätig zu werden.“

Alexander Olm

Seine breit gefächerte Berufsausbildung und -erfahrung prädestiniert den 52-jährigen Hamburger geradezu als Außendienstler beim Mieterverein. Alexander Olm ist gelernter Gas- und Wasserinstallateur und hat Verfahrenstechnik studiert. Seit 2016 ist Olm selbstständig im Baugewerbe tätig: „Dabei biete ich im Handwerk Leistungen an, übernehme aber auch die Bauleitung für einen Generalunternehmer.“ Zuvor hat er im Außendienst Architekten und Planer beraten. Seit seinem freiberuflichen Eintritt beim Mieterverein hatte er knapp ein Dutzend Einsätze, zuletzt ging es häufig um Schimmelbildung bei falsch eingebauten Fenstern. „Meine Motivation ist es, anderen Mietern zu helfen, so wie der Mieterverein schon mir geholfen hat.“

Älterer Herr mit Bart.

Ulrich Hermann

Ulrich Hermann stieß über eine Anzeige im MieterJournal zum Mieterverein zu Hamburg. Der Werbetexter bringt Erfahrung in Kommunikation und Kreativität mit – „Klaus Sanmann hat mich mal als bunten Hund bezeichnet, das passt“, erzählt er schmunzelnd. Was ihn am Außendienst reizt, ist die Abwechslung: „Kein Einsatz ist wie der andere.“ Seine Hauptaufgaben sind die Begleitung bei Wohnungsübergaben und -besichtigungen sowie die Einsichtnahme von Belegen bei Hausverwaltungen. Hermann weiß, dass viele Mieter:innen bei Wohnungsübergaben unsicher werden: „Ich zeige ihnen, wie man souverän bleibt und die Situation auf Augenhöhe meistert.“ Klarheit und Fairness sind ihm im Umgang mit Mieter:innen und Vermieter:innen wichtig. Besonders erinnerungswürdige Fälle gibt es für ihn nicht – vielmehr schätzt er die Rückmeldungen der Mieter:innen: „Oft höre ich: ‚Ohne Sie wäre das ganz anders abgelaufen.‘ Dann weiß ich, dass ich etwas Gutes getan habe.“ Für ihn ist die Arbeit des Mietervereins heute unverzichtbar: „Das Mietrecht in Deutschland ist zwar ziemlich mieterfreundlich, aber kein Recht wirkt, wenn man es nicht in Anspruch nimmt. Dabei hilft der Mieterverein seinen Mitgliedern, und das ist auch gut so.“

Älterer Herr mit Jacke und Schal.

Moritz von Brauchitsch

Moritz von Brauchitsch fand über eigene Erfahrungen zum Mieterverein: Während der Sanierung seines Wohnquartiers zwischen 2020 und 2023 erlebte der Mieter die engagierte Unterstützung der Beratung als hilfreich in der Kommunikation mit dem Vermieter, der sich allerdings auch selbst an faire Spielregeln hielt. „Ein gutes Beispiel dafür, wie sich unterschiedliche Interessen durch respektvollen Austausch einvernehmlich moderieren lassen“, sagt von Brauchitsch. Als studierter Architekt arbeitete er zunächst in Hamburger Büros im Wohnungsneubau. Seit 2003 ist er selbstständig und bis heute freischaffend in Sanierung und Neubau tätig. Der Außendienst eröffnet ihm dabei eine neue Perspektive: „Der direkte Kontakt zu Mietern als Nutzer erdet und ist stets horizonterweiternd.“ In Erinnerung bleiben ihm Fälle, in denen Mieter trotz schwieriger Lage zuversichtlich bleiben. Von Brauchitsch begleitet Wohnungsrückgaben (Abnahmen) und -übernahmen, macht Mängelbesichtigungen und Wohnflächenaufmaße. Gerade in angespannten Situationen möchte er in erster Linie der Mieterseite Sicherheit geben. „Wichtig sind mir dabei aber unbedingt gegenseitiger Respekt und die Bereitschaft, manchmal auch die Sicht des Gegenübers zu verstehen, um so das oft ungleiche Verhältnis zwischen Mietern und Vermietern auszugleichen.“

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